Der langgehegte Wunsch nach mehr Platz war eigentlicher Vater des Gedankens, die nachhaltige Symbiose aus mehreren Planungsdisziplinen im Bausektor letztendlich das beeindruckende Ergebnis: das neue Bürogebäude „Haus der Ingenieure“ in Graz.
Seit Mitte dieses Jahres ist die Rudolf & Vier Partner GesmbH in der Grazer Raiffeisenstraße, Ecke Draisgasse zu finden. Das starke Wachstum der letzten Jahre und der daraus resultierende Platzmangel am alten Standort machten Überlegungen zu Übersiedelung und Verlegung notwendig. Statt langwieriger Bürosuche fiel dabei die Entscheidung bereits im Mai 2008 auf einen Neubau. Unter eigener Planungshoheit (Projektsteuerung, ÖBA, BauKG, Ausschreibung) wurde ab Juli 2009 ein Bürogebäude errichtet, das auf drei Geschoßen Heimat für Planer und weitere Dienstleister im Bausektor werden sollte. Mit zwei Partnern, den Statikbüros Thomas Lorenz ZT GmbH und Peter Mandl ZT GmbH, wurde eine eigene Errichtungsgesellschaft gegründet und das Architekturbüro Giselbrecht + Partner mit der Planung beauftragt. Bei der Umsetzung wurde ein Schwerpunkt auf konsequente Kostenkontrolle gesetzt, seit Planungsbeginn kam COOR Baukostenmanagement erfolgreich zum Einsatz. Nach knapp einem Jahr Bauzeit steht das neue Gebäude jetzt pünktlich und zeitgerecht zur Verfügung und wurde am 23. September 2010 feierlich eröffnet.

Facts & Figures
Haus der IngenieureRaiffeisenstraße 30, 8010 Graz
Art des Projektes: Bürogebäude
Errichtungskosten: EUR 3,95 Mio.
Projektzeit: Juli 2009 – Mai 2010
Auftraggeber: HDI Errichtung und Vermietung GesmbH
Nutzfläche Büro: 1.411 m²
Nutzfläche Archiv: 200 m²
Tiefgarage: 23 Stellplätze
Projektsteuerung, ÖBA, BauKG, Ausschreibung:
Rudolf Vier & Partner GesmbH
www.rvp.at
Im Fokus: gemeinsame, flexible & nachhaltige Nutzung
Um dem Anspruch einer wirkungsvollen und nachhaltigen Symbiose von mehreren Unternehmen aus dem Bausektor gerecht zu werden, verlangt das Haus förmlich nach neuen, flexiblen Möglichkeiten der räumlichen Nutzung. Durch Ausführung eines Doppelbodens und der Verwendung von flexiblen Trennwandsystemen ist größte Beweglichkeit in den Grundrissen gewährleistet, spätere Änderungen der Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer sind dadurch jederzeit möglich. Beispielsweise erfolgt die gesamte Elektroversorgung der Büros über den Doppelboden bzw. flexibel über Bodendosen. Bei der Beleuchtung kommen vor allem Stehleuchten zum Einsatz.Auf Nachhaltigkeit, Effizienz und neueste Systeme wurde insbesondere bei Heizung und Kühlung geachtet, um auf lange Sicht die Betriebskosten niedrig zu halten. Eine vorgesetzte Fassade mit Lochblech bzw. Streckmetall wirkt als fixer Sonnenschutz und erzeugt eine Klimahülle. Das oberflächennahe Flächenheiz- und -kühlsystem spielt seine Vorteile im Alltagsbetrieb aus: hohe Leistung, schnelle Anpassung an Nutzungsveränderungen, Spitzenlasten und Lastschwankungen, Verbesserungen des Mikroklimas im Büro, Heizen und Kühlen in einem System. Auch individuelle Nutzereingriffe zur Regelung der Raumtemperatur sind einfach möglich. In allen Räumen ist eine Stützlüftung vorgesehen, ein automatisches Fensteröffnungssystem sorgt für die Nutzung der Nachtabkühlung im Sommer.
Mit dem neuen Haus der Ingenieure hat das Team von Rudolf & Vier Partner die perfekte räumliche Infrastruktur für eine weitere, flexible Entwicklung geschaffen. Das Projekt des neuen Grazer Bau-Kompetenzzentrums weist in eine vielversprechende Richtung.